Alles nur "Gecloud": Wie sicher sind Onlinespeicher? - Linux-Scout.de

Blog über Linux und die IT-Welt!

Werbung

Alles nur „Gecloud“: Wie sicher sind Onlinespeicher?

8. Oktober 2016 Max Schmidt 0 Comments

Einleitung in „Cloud“

Das Speichern von Dateien in der sogenannten „Cloud“ ist für viele Nutzer mittlerweile eine beliebte Lösung geworden und die Methode überzeugt in erster Linie durch ihre unkomplizierte Anwendung. So lassen sich mit nur wenigen Klicks Daten und Dokumente schnell und einfach auf die virtuellen Plattformen übertragen, was die Verwendung von physischen Speichermedien überflüssig werden lässt. Doch wie funktionieren Cloud-Speicher eigentlich im Detail und wie sieht es mit dem Aspekt der Sicherheit aus?

Welche Technik steckt hinter den Online-Speichern?

Wer seine persönlichen Daten in der Cloud speichern möchte, greift hierfür in der Regel auf das Angebot eines Online-Dienstes zurück, von denen einige bis zu einem bestimmten Datenvolumen sogar kostenlos genutzt werden können. Während des Speichervorgangs werden die entsprechenden Daten über eine Internetverbindung an die Server des Anbieters übertragen, wo sie anschließend auf physischen Speichermedien gesichert werden. Der Up- und Download funktioniert dabei in der Regel über die Webpräsenz des Cloud-Dienstes, mit der Hilfe einer speziellen App oder integrierten Lösungen im Betriebssystem. Auf diese Weise können Datentransfers von fast jedem beliebigen Endgerät mit Internetverbindung durchgeführt werden, sodass der Nutzer hier von einer hohen Flexibilität profitiert, was einen wesentlichen Vorteil von Cloud-Speichern darstellt.

Für welche Zwecke eignet sich das Speichern in der Cloud?

Das Sichern in der Cloud ist vor allem dann von Vorteil, wenn bestimmte Dateien auf möglichst vielen Geräten verfügbar sein sollen. Ein klassischer Anwendungszeck ist zum Beispiel wenn Dokumente am privaten Rechner vorbereitet werden, um sie später am Firmen-PC zu nutzen. Hier können die Dateien einfach in der Cloud zwischengespeichert werden, ohne dass eine Übertragung auf physische Speicher – wie beispielsweise USB-Sticks oder externe Festplatten – nötig wird. Weiterhin ist die Nutzung von Cloud-Speichern auch im privaten Bereich sehr beliebt, um beispielsweise von verschiedenen Geräten flexibel auf Fotos, Songs oder Videos zugreifen zu können. Im Gegensatz zum konventionellen Speichern auf echter Hardware, resultiert aus der Verwendung von Cloud-Speichern in der Regel eine deutliche Zeitersparnis und es muss nicht jedes Mal ein Speichermedium griffbereit liegen beziehungsweise transportiert werden.

Gibt es Nachteile im Vergleich zu physischen Datenträgern?

Zwar bietet das Speichern in der Cloud eine Reihe von Vorteilen, gänzlich ohne Nachteile kommt das Verfahren allerdings nicht aus. So ist für die Nutzung von Cloud-Diensten in jedem Fall eine Internetverbindung nötig und wenn diese einmal temporär ausfällt, ist auch kein Zugriff auf die gespeicherten Dateien möglich. Weiterhin besteht immer das minimale Risiko eines Serverausfalls oder Nichterreichens des Dienstes aufgrund von Wartungsarbeiten. Wer also besonders wichtige Daten effektiv sichern möchte, sollte diese neben dem Cloud-Server zusätzlich auf einem physischen und lokalen Datenträger wie einer externen Festplatte, einem USB-Stick oder einem Rohling (CD/DVD/BR) speichern, um im Ernstfall eine Notlösung zur Hand zu haben. Zu beachten ist ebenfalls, dass es sich bei den größten Anbietern wie Google, Microsoft, Amazon oder Dropbox um Unternehmen mit Standorten in den USA handelt. Es besteht also die potenzielle Gefahr, dass sensible Daten von Dritten – wie beispielsweise dem US-Geheimdienst – eingesehen werden können. Wer hier die Sicherheit erhöhen möchte, kann zum Beispiel eine Verschlüsselung der Daten vornehmen oder einen Online-Anbieter nutzen, der in Deutschland sitzt und den hiesigen Datenschutzbestimmungen unterliegt.

Cloud-Dienste und Datenschutz

Wie bereits erwähnt, spielt der Server-Standort in Bezug auf die Datenschutzbestimmungen eine fundamentale Rolle. So greift bei Cloud-Diensten mit Sitz in Deutschland bei personenbezogenen Daten das Deutsche Bundesdatenschutzrecht gemäß § 3 Nr. 1 BDSG. Dies ist in der Regel auch der Fall, wenn sich die Server in einem EU-Land befinden und der Kunde einen Wohnsitz in der Bundesrepublik hat, da nach der Europäischen Datenschutzrichtlinie die grenzüberschreitende Verarbeitung von Daten innerhalb der EU kein rechtliches Hindernis darstellt.

Zu beachten ist allerdings, dass das Deutsche Datenschutzrecht nur bei personenbezogenen Daten Anwendung findet und zum Beispiel anonyme Daten oder jene über juristische Personen nicht von der Regelung erfasst werden. Besonders kritisch sollte das Übertragen von personenbezogenen Daten auf Server außerhalb der EU betrachtet werden, da das hier geltende Niveau bezüglich des Datenschutzes nicht den EU-Standards entspricht und einige Regelungen aus europäischer Sicht sogar als unzulässig eingestuft werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, auf Cloud-Servern mit Standort außerhalb der EU ausschließlich Daten zu speichern, die keinen Personenbezug aufweisen.

Die Vor- und Nachteile von Cloud-Diensten im Überblick

Das Speichern in der Cloud bietet dem Nutzer ein hohes Maß an Flexibilität, da Daten unabhängig vom Standort und ohne zusätzliche Hardware zwischen Geräten übertragen werden können. Dieser Faktor macht die Verwendung von Cloud-Servern für die Übertragung gewöhnlicher Dateien zu einer hervorragenden Lösung, die häufig mit einer deutlichen Zeitersparnis einhergeht. Vorsicht ist jedoch beim Speichern von sensiblen Dateien oder geheimen Dokumenten geboten, da viele Online-Dienste im Ausland sitzen und der Datenschutz hier häufig weniger streng gehandhabt wird.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit www.hd-toner.de entstanden!

#Amazon#Cloud#Cloud Sicherheit#Dropbox#Google Drive#Microsoft#One Drive

Previous Post

Next Post

Kommentar verfassen